Vertical Pro 2026 verzahnt Sport, Professional und Praxis noch enger

Neue Hallenstruktur schafft kurze Wege zwischen Anwendung, Testfläche und Austausch – Professional-Bereich gewinnt mit neuen und zurückkehrenden Ausstellern an Profil – Expert Forum feiert Messe-Premiere und stärkt gemeinsam mit Women at Height Wissenstransfer und Vernetzung
27. August 2026

Mehr als nur neue Griffe: Die Vertical Pro 2026 entwickelt ihre Rolle als Plattform für Austausch, Praxis und Innovation konsequent weiter. Am 13. und 14. November 2026 trifft sich die internationale Fachwelt für Seilzugangstechnik, Höhenarbeit und Höhenrettung, Kletter- und Boulderhallen sowie Hoch- und Waldseilgärten wieder auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen. Rund 200 ausstellende Unternehmen präsentieren in drei Messehallen Produktneuheiten, Services und Anwendungen. 

„Wir haben seit der letzten Veranstaltung intensiv mit unseren Partnern und ausstellenden Unternehmen gesprochen und setzen die Impulse jetzt gezielt um. Das Ergebnis: mehr Praxis, mehr Austausch und stärkere Schnittstellen zwischen Sport und Professional“, erklärt Projektleiterin Sharon Bareth. Während die Hallen A5 und A7 mit der Halls & Walls des Deutschen Alpenvereins wie gewohnt die Themen rund um Kletter- und Boulderhallen bündeln, führt Halle A6 künftig Professional-Anwendungen und sportive Anbieter zusammen. Neu im Rahmenprogramm ist das Expert Forum mit dialogorientierten Kurzvorträgen ausstellender Unternehmen.

Neue Wege durch die Höhenbranchen

Die Vertical Pro 2026 ordnet ihre Themenfelder räumlich klarer und macht Schnittstellen sichtbar, die in der Praxis längst bestehen. Halle A6 steht dabei im Zentrum der Neuerungen: War sie bislang vor allem vom Professional-Bereich geprägt, öffnet sie sich fortan auch ausstellenden Unternehmen aus dem sportiven Bereich. Die neue Belegung greift Rückmeldungen aus der Branche auf, denn viele Unternehmen entwickeln Produkte und Lösungen für beide Anwendungswelten: für Höhenarbeit, Rettung und Arbeitssicherheit ebenso wie für das sportive Umfeld. 

Professional- und Industriebereich gewinnt an Profil

Aussteller- und partnerseitig gewinnt die Vertical Pro im industriellen und professionellen Einsatz weiter an Profil. I.S.A.R. Germany ist zum zweiten Mal vertreten, neu hinzu kommt die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG). Die International Powered Access Federation (IPAF) ist erstmals als Partner dabei und bringt eigene Inhalte ins Rahmenprogramm ein. Auch die Fachverbände FISAT und FSBS steuern erneut ihre Expertise bei. Ergänzt wird das Ausstellerfeld durch renommierte Hersteller und Anbieter aus Arbeitssicherheit und Zugangstechnik wie Petzl, Edelrid, DMM, Delta Plus, das Kölner Seil Kommando, Ropesolutions, YOKE, Giga Safety, Line Grip und Oben Magazin.

Demo + Test Area bleibt Praxis-Magnet

Die Demo + Test Area bleibt eines der prägenden Formate der Vertical Pro: Hier werden Produkte, Sicherungssysteme und Arbeitsweisen live gezeigt, getestet und verglichen. In Halle A6 reichen die Set-ups vom Hochseilgarten inklusive Plattform, Schacht, schräger Fläche, Steigleitern und Kletterwand bis hin zu Kletterbäumen, Trussing und Containerturm. Erste Programmpunkte geben einen Ausblick auf das Live-Geschehen vor Ort: Thomas Wahls bringt Anwendungen am Trussing in Aktion, Max Olesko und Valentin Dresely demonstrieren Techniken an den Kletterbäumen, I.S.A.R. Germany und Ropesolutions präsentieren Lösungen auf der Industrieplattform. In Halle A5 ergänzt der Boulderblock die Demo + Test Area um sportive Anwendungsszenarien. Außerdem finden dort erstmals verschiedene Programmpunkte statt.

Expert Forum und Fachprogramm bündeln Wissen

Mit dem neuen Expert Forum erweitert die Vertical Pro 2026 ihr Rahmenprogramm um ein Dialogformat in Halle A6. Ausstellende Unternehmen stellen hier in 20- bis 30-minütigen Slots Fachthemen, Anwendungen und Lösungsansätze mit kurzen Produktbezügen vor. Im Mittelpunkt steht der kurzweilige Austausch mit dem Fachpublikum.

Das weitere Programm verteilt sich auf die Bühne in Halle A6, die Bühne im Foyer Ost sowie den Konferenzbereich. Marco Einhaus setzt Impulse zur Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) und zu BIM (Building Information Modeling), Thomas Reykers von ABS spricht zur Anerkennung von Montage-Schulungen und zur Norm 17235. Praxisnahe Einheiten steuern unter anderem Max Olesko und Valentin Dresely mit Baumpflege-Themen sowie Rebekka Schütze mit Formaten rund um Routenbau bei. Ein eigener Schwerpunkt widmet sich dem Thema Inklusion beim Klettern. So zeigt der DAV mit Judith Lattner, Anja Pinzel und Julius Kerscher Sicherungsautomaten mit Unterstützungsfunktion sowie Klettergriffe für inklusiven Routenbau. Ein zweiter Beitrag von Lattner und Pinzel greift auf, was Kletterhallen aus Inklusion lernen und für den eigenen Betrieb nutzen können. Der Verein „Ich will da rauf e.V.“ stellt sein inklusives Kletterkonzept vor und sensibilisiert in einem Workshop für Barrieren im Hallenalltag, von baulichen bis zu sprachlichen Hürden.

Etablierte Formate wie der Science + Research Hub, die Future Wall und der Jobmarket ergänzen das Rahmenprogramm. Women at Height wird ebenfalls fortgeführt: Vorgesehen sind ein Networking-Frühstück am Freitag, ein Stand in Halle A6 sowie Vorträge und Workshops, unter anderem mit Janina Hintermayer von IPAF.

Netzwerken bis in den Abend

Wenn die Messestände schließen, geht der Austausch weiter. Das DAV Halls & Walls Get-together findet am Messefreitag von 17.30 bis 22 Uhr am Stand des DAV in Halle A7 statt. Zusätzlich lädt die After-Messe Party im Foyer Ost von 18 bis 22 Uhr mit DJ, kleiner Tanzfläche, Lounges sowie Drinks und Food zum Austausch ein.