

Nächster Griff, nächster Schritt: Die Vertical Pro bietet den Höhenbranchen eine Plattform zum Austausch von Wissen, Praxis und Innovation. Am 21. und 22. November 2025 trifft sich die internationale Fachwelt für Seilzugangstechnik, Höhenarbeit und -rettung, Kletter- und Boulderhallen sowie Hoch- und Waldseilgärten in Friedrichshafen. Die fünfte Auflage der Fachmesse versammelt rund 200 ausstellende Unternehmen in drei Messehallen und überzeugt unter anderem mit einer neu organisierten Hallenstruktur, der Erweiterung des Formats „Women at Height“ sowie dem hochkarätigen Vortragsprogramm. „Wir bieten der Branche mehr als eine Messefläche und hören genau hin, was die Ausstellenden brauchen. Diese Anforderungen übersetzen wir in neue Formate oder eine optimierte Hallenbelegung, damit die Vertical Pro der Treffpunkt bleibt, an dem sich die Höhen-Community weiterentwickelt“, erklärt Projektleiterin Sharon Kommer.
Neue Hallenbelegung für Sport und Professional
Die Vertical Pro belegt zum ersten Mal drei Hallen entlang der „A-Achse“ und strukturiert sich neu. In Halle A7 ist die Plattform „Halls & Walls“ des Deutschen Alpenvereins (DAV) beheimatet. Halle A6 vereint erstmalig den Bereich Industrie mit der zentral gelegenen Demo + Test Area, während sich in Halle A5 ebenfalls alles um „Halls & Walls“ dreht und der Boulderblock zu Testzwecken zur Verfügung steht. Damit rückt die Interaktion noch stärker in den Mittelpunkt: Die Demo + Test Area wird zum Herzstück der Messe und die Ausstellenden sind direkt darum platziert. Auch für Nachwuchsunternehmen ist Platz: In den Start-up Areas zeigen junge Unternehmen aus dem sportiven Segment in Halle A5 sowie aus dem Professional-Bereich in Halle A6 ihre Innovationen.
Realitätsnah trainieren und Equipment vergleichen
Das praxisnahe Testen bleibt ein Markenzeichen der Vertical Pro und wird 2025 noch vielseitiger. Neu ist die Erweiterung des Hochseilgartens um eine Plattform, die speziell für Industrie und Rettungsorganisationen ausgelegt ist. Auf einer Höhe von sechs Metern mit zahlreichen Kletter- und Sicherungselementen proben Profis vor den Augen des Publikums den Ernstfall. Die Demo + Test Area ist zentral in Halle A6 positioniert und wird durch bewährte Stationen wie Containerturm, Drehleiter, Kletterbaum, Kletterwand und Trussing ergänzt. Der Boulderblock ist in der Halle A5 zu finden.
Zwei Tage im Zeichen weiblicher Höhen-Expertise
Ob Industriekletterin, Alpinistin oder Routesetterin: Das erfolgreiche Networking-Format „Women at Height“ wird auf beide Messetage ausgeweitet und stellt den Arbeitsalltag von Höhenarbeiterinnen in den Mittelpunkt. Das vielfältige Programm mit Vorträgen, Workshops und Diskussionen ist für alle Besuchenden kostenfrei zugänglich. Interessierte können sich unter anderem auf Ulla Lohmann freuen, die ihre Erfahrungen als Expeditionsfotografin und Vulkanforscherin schildert. Sie gibt mit ihrem Vortrag „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ Einblicke hinter die Kulissen extremer Expeditionen und berichtet darüber hinaus über Möglichkeiten, mit Mann und Kind auf Forschungsreisen zu gehen. In der Halle A6 finden Besucherinnen und Besucher zudem eine Ausstellung über ihre Expeditionen.
Fachliche Akzente und neue Abendformate
Auf den Bühnen in Halle A6, im Foyer Ost und im Konferenzbereich finden die Fachbesucherinnen und Fachbesucher ein breit gefächertes Vortrags- und Workshop-Angebot vor. Namhafte Referierende geben Impulse zu Themen wie Arbeitssicherheit, Personalführung oder Routenbau. So erzählt Alexandra Schweikart, warum Bewertungen in Kletterhallen mehr sind als Zahlen und Prof. Dr.-Ing. Marco Einhaus informiert über die sichere Montage von Photovoltaikanlagen. Thomas Reykers von ABS Safety GmbH beleuchtet in seinen Vorträgen die zentrale Rolle von Dokumentation, Montageanleitungen und der Entwicklung permanenter Anschlageinrichtungen. Der Experte zeigt auf, wie diese Faktoren im Spannungsfeld zwischen Bürokratie und Praxis letztlich über Sicherheit und Vertrauen entscheiden.
Der Ausklang am Freitagabend bietet Gelegenheit für fachlichen und persönlichen Austausch. Am Stand des DAV kommt die Kletterhallen-Community zusammen, während parallel die Reel Rock 18 Filmtour Einblicke in vier außergewöhnliche Klettergeschichten aus Japan, der Ukraine, Peru und Mallorca gibt. Ein weiteres Highlight ist der Routenbau Showdown: In einer moderierten Talkrunde werden die Routen von vier Routensetzerinnen und -setzern beurteilt, nachdem sie am Tag von Profis geklettert wurden. Ergänzt durch entspannte Networking-Lounges im Foyer Ost entsteht so ein lebendiger Treffpunkt, der die Messe bis 22 Uhr offiziell fortführt.
Sonderflächen und Services
Auch bewährte Formate wie die Future Wall, der Science + Research Hub und der Jobmarket bleiben erhalten – letzterer öffnet sich nun zusätzlich für Rettungs- und Hilfsorganisationen, die neue Mitglieder gewinnen möchten. Kostenlose Parkplätze und Campingmöglichkeiten auf dem Messegelände erleichtern den Besuch.